Absicherung Ihres Gebäudes gegen Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser.
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Inhalt
Ratgeber
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst – Mauern, Dach, fest eingebaute Teile – gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und weitere Gefahren. Sie ist die wichtigste Versicherung für jeden Hausbesitzer.
Ein Einfamilienhaus hat einen Wiederbeschaffungswert von typischerweise 300.000 bis 600.000 Euro. Ohne Versicherung müssen Sie im Schadensfall diesen Betrag aus eigener Tasche aufbringen – oder das Haus verlieren. Bei einer Immobilienfinanzierung ist die Wohngebäudeversicherung zudem Pflicht: Kein Kreditinstitut finanziert ein unversichertes Objekt.
Wichtig: Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude – nicht den Inhalt. Für Möbel, Kleidung und Elektronik ist eine separate Hausratversicherung notwendig.
💡 Wichtig zu wissen
Wohngebäude- und Hausratversicherung ergänzen sich ideal. Als Eigentümer empfehlen wir, beide Policen beim gleichen Anbieter abzuschließen – das vereinfacht die Schadensregulierung erheblich.
Ergänzender Schutz
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude – für Möbel, Elektronik und Kleidung brauchen Sie eine separate Hausratversicherung.
Typische Leistungsfälle
Typische Ausschlüsse
Leistungen
Jede Standardpolice deckt diese vier Gefahren ab. Kennen Sie die typischen Schadensbilder und Schadensbeträge?
Ø Schaden: 15.000 – 80.000 €
Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion. Feuerschäden sind die teuersten Einzelschäden in der Wohngebäudeversicherung.
Ø Schaden: 3.000 – 25.000 €
Sturm ab Windstärke 8 (62 km/h). Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, Hagelschäden an Fassade und Dacheindeckung.
Ø Schaden: 5.000 – 40.000 €
Rohrbruch, Frost, auslaufende Aquarien oder Wasserbetten. Häufigste Schadensursache in der Wohngebäudeversicherung.
Ø Schaden: 500 – 5.000 €
Gebäudeschäden durch Einbruch: aufgehebelte Türen, eingeschlagene Fenster, beschädigte Schlösser. Nur Gebäudeschäden, nicht der Inhalt.
Ratgeber
Die Standardpolice hat erhebliche Lücken, die im Kleingedruckten verborgen sind. Diese sieben sind besonders häufig – und besonders teuer.
Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch und Schneedruck sind in der Basisdeckung ausdrücklich ausgeschlossen. Laut GDV sind bundesweit nur 57 % der Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert.
Wenn das Kanalnetz überlastet ist und Wasser durch Abflüsse zurückdrückt, greift die Standardpolice oft nicht. Zusätzlich ist eine funktionierende Rückstauklappe Pflicht.
Rohre, die außerhalb des Gebäudes, aber auf dem Grundstück verlaufen, sind in der Basisdeckung häufig nicht enthalten. Ein Rohrbruch im Garten kostet schnell 10.000 €.
PV-Anlagen sind nur gegen Grundgefahren mitversichert. Ertragsausfall, Diebstahl einzelner Module und Überspannungsschäden sind typischerweise ausgeschlossen.
Bei älteren Policen kann die Versicherung die Leistung bei grober Fahrlässigkeit kürzen – z. B. wenn die Heizung im Winter abgestellt wurde und ein Rohr einfriert.
Zerbrochene Fensterscheiben, Glasdächer und Wintergärten sind in der Standardpolice nicht enthalten. Ein Glasbruchbaustein kostet nur 50–200 € jährlich.
Steht das Haus länger als 60 Tage leer oder finden Umbauarbeiten statt, kann der Versicherungsschutz eingeschränkt werden. Unbedingt den Versicherer informieren.
Ausführlicher Ratgeber
Mit Praxisfällen, Checkliste und konkreten Handlungsempfehlungen.
Leistungen
Eine gute Wohngebäudeversicherung geht weit über die vier Grundgefahren hinaus. Diese Bausteine schließen die häufigsten Lücken.
Hochwasser, Überschwemmung durch Starkregen, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck und Erdbeben. Der wichtigste Zusatzbaustein – besonders nach den Hochwasserereignissen 2021 und 2024.
Schutz wenn das Kanalnetz überlastet ist und Wasser durch Abflüsse zurückdrückt. Oft nur versichert, wenn eine funktionierende Rückstauklappe vorhanden ist.
Fensterscheiben, Glasdächer, Wintergärten, Glastüren und Solarkollektoren. Glasbruch durch Unfall oder Vandalismus ist in der Standardpolice nicht enthalten.
Ertragsausfall durch technische Defekte, Diebstahl einzelner Module, Überspannungsschäden und Kurzschluss. PV-Anlagen brauchen einen eigenen Zusatzbaustein.
Zu- und Ableitungsrohre auf dem Grundstück, aber außerhalb des Gebäudes. Ein Rohrbruch im Garten kostet 5.000–15.000 € für Erdarbeiten und Reparatur.
Moderne Policen verzichten auf Kürzungen bei grober Fahrlässigkeit. Bei älteren Verträgen kann die Versicherung die Leistung um bis zu 50 % kürzen.
Ratgeber
Unterversicherung ist das am häufigsten unterschätzte Risiko in der Wohngebäudeversicherung. Viele Hausbesitzer wissen nicht, dass ihr Vertrag im Schadensfall nur anteilig zahlt.
Unterversicherung liegt vor, wenn die vereinbarte Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wiederbeschaffungswert des Gebäudes. Im Schadensfall zahlt die Versicherung dann nur anteilig – proportional zum Verhältnis von versicherter Summe zu tatsächlichem Wert.
⚠️ Rechenbeispiel Unterversicherung
Gebäudewert: 400.000 € – versichert: 280.000 € (70 %)
Schaden: 60.000 € – Erstattung: nur 42.000 € (70 %)
Selbstbeteiligung durch Unterversicherung: 18.000 €
Besonders gefährdet sind Verträge, die vor 2010 abgeschlossen wurden und seitdem nicht angepasst wurden. Die Baukosten sind seit 2015 um über 60 % gestiegen. Viele Policen laufen zwar mit einem gleitenden Neuwertindex mit – aber nicht alle, und nicht immer ausreichend.
Wohnflächenpreis (Neubau 2025)
| Ausstattung | € / m² |
|---|---|
| Einfach | 1.500 – 1.800 € |
| Mittel | 1.800 – 2.400 € |
| Gehoben | 2.400 – 3.200 € |
| Luxus | 3.200 – 5.000+ € |
💡 Unser Tipp
Lassen Sie Ihren Vertrag alle 3 Jahre prüfen – besonders nach Umbauten, Anbauten oder Sanierungen. Wir prüfen Ihren Schutz kostenlos.
Zielgruppen
FAQ
❓ Was ist der Unterschied zwischen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung?
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst (Mauern, Dach, fest eingebaute Teile). Die Hausratversicherung schützt den beweglichen Inhalt (Möbel, Kleidung, Elektronik). Als Eigentümer brauchen Sie beide Versicherungen.
❓ Ist die Wohngebäudeversicherung Pflicht?
Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht – aber bei einer Immobilienfinanzierung verlangen alle Kreditinstitute den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung. Ohne sie erhalten Sie keinen Kredit. Praktisch ist sie damit für die meisten Hausbesitzer Pflicht.
❓ Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?
Die Beiträge variieren stark je nach Gebäudewert, Wohnfläche, Baujahr, Lage und gewählten Bausteinen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (150 m², Baujahr 1990, Risikoklasse 1) liegen die Jahresbeiträge typischerweise zwischen 300 und 700 Euro. Stiftung Warentest hat Preisunterschiede von bis zu 85 % zwischen günstigstem und teuerstem Tarif gemessen.
❓ Wann lohnt sich ein Wechsel der Wohngebäudeversicherung?
Ein Wechsel lohnt sich bei Beitragserhöhung (Sonderkündigungsrecht), nach einem Schadensfall, bei Kauf oder Umbau des Hauses sowie wenn Ihr Vertrag älter als 5 Jahre ist und nie überprüft wurde. Wir vergleichen für Sie kostenlos alle relevanten Anbieter.
❓ Was passiert bei Unterversicherung?
Ist das Gebäude zu niedrig versichert, zahlt die Versicherung im Schadensfall nur anteilig. Beispiel: Gebäudewert 400.000 €, versichert 280.000 € (70 %) – bei einem Schaden von 60.000 € erhalten Sie nur 42.000 €. Die Differenz von 18.000 € tragen Sie selbst.
❓ Muss ich Umbauten und Anbauten melden?
Ja, unbedingt. Umbauten, Anbauten, Sanierungen und neue Installationen (z. B. Photovoltaikanlage) erhöhen den Gebäudewert und müssen dem Versicherer gemeldet werden. Sonst riskieren Sie Unterversicherung oder sogar Leistungsverweigerung.
❓ Ist Elementarschutz sinnvoll?
Ja – für nahezu alle Hausbesitzer. Starkregen kann überall auftreten, nicht nur in klassischen Hochwassergebieten. Laut GDV sind nur 57 % der deutschen Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert. Der Zusatzbaustein kostet je nach ZÜRS-Risikoklasse zwischen 35 und 200 Euro jährlich.
Noch Fragen? Wir beraten Sie persönlich – kostenlos und unverbindlich.
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