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Wohngebäudeversicherung
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Absicherung Ihres Gebäudes gegen Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser.

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Ratgeber

Was schützt die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst – Mauern, Dach, fest eingebaute Teile – gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und weitere Gefahren. Sie ist die wichtigste Versicherung für jeden Hausbesitzer.

Warum ist die Wohngebäudeversicherung unverzichtbar?

Ein Einfamilienhaus hat einen Wiederbeschaffungswert von typischerweise 300.000 bis 600.000 Euro. Ohne Versicherung müssen Sie im Schadensfall diesen Betrag aus eigener Tasche aufbringen – oder das Haus verlieren. Bei einer Immobilienfinanzierung ist die Wohngebäudeversicherung zudem Pflicht: Kein Kreditinstitut finanziert ein unversichertes Objekt.

Wichtig: Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude – nicht den Inhalt. Für Möbel, Kleidung und Elektronik ist eine separate Hausratversicherung notwendig.

💡 Wichtig zu wissen

Wohngebäude- und Hausratversicherung ergänzen sich ideal. Als Eigentümer empfehlen wir, beide Policen beim gleichen Anbieter abzuschließen – das vereinfacht die Schadensregulierung erheblich.

Deutsches Einfamilienhaus – Wohngebäudeversicherung
🛋️

Ergänzender Schutz

Auch Ihren Hausrat absichern?

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude – für Möbel, Elektronik und Kleidung brauchen Sie eine separate Hausratversicherung.

Zur Hausratversicherung →

Das ist versichert

Typische Leistungsfälle

  • 🔥Brandschäden, Blitzschlag, Explosion
  • 💨Sturm ab Windstärke 8 und Hagelschäden
  • 💧Leitungswasserschäden durch Rohrbruch
  • ❄️Frost- und Rohreinfrierschäden
  • 🏠Fest eingebaute Teile (Einbauküche, Heizung)
  • 🔒Gebäudeschäden durch Einbruch
  • 🛠️Nebengebäude, Garagen, Carports (je nach Tarif)

Nicht versichert (Standard)

Typische Ausschlüsse

  • 🌊Hochwasser, Überschwemmung (→ Elementarschutz nötig)
  • 🌧️Rückstau aus dem Kanalnetz
  • ☀️Photovoltaikanlage (oft separat versichern)
  • 🪟Glasbruch (eigener Baustein erforderlich)
  • 📦Hausrat (Inhalt) – dafür Hausratversicherung
  • ⚠️Grobe Fahrlässigkeit (bei älteren Policen)

Leistungen

Die 4 Grundgefahren der Wohngebäudeversicherung

Jede Standardpolice deckt diese vier Gefahren ab. Kennen Sie die typischen Schadensbilder und Schadensbeträge?

🔥

Feuer

Ø Schaden: 15.000 – 80.000 €

Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion. Feuerschäden sind die teuersten Einzelschäden in der Wohngebäudeversicherung.

📌 Dachstuhlbrand durch Blitzschlag: 65.000 € Schaden
💨

Sturm & Hagel

Ø Schaden: 3.000 – 25.000 €

Sturm ab Windstärke 8 (62 km/h). Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, Hagelschäden an Fassade und Dacheindeckung.

📌 Abgedecktes Dach nach Sturm: 18.000 € Schaden
💧

Leitungswasser

Ø Schaden: 5.000 – 40.000 €

Rohrbruch, Frost, auslaufende Aquarien oder Wasserbetten. Häufigste Schadensursache in der Wohngebäudeversicherung.

📌 Rohrbruch im Winter: 22.000 € Schaden
🔒

Einbruchdiebstahl

Ø Schaden: 500 – 5.000 €

Gebäudeschäden durch Einbruch: aufgehebelte Türen, eingeschlagene Fenster, beschädigte Schlösser. Nur Gebäudeschäden, nicht der Inhalt.

📌 Einbruchschäden an Türen und Fenstern: 2.800 €

Ratgeber

Diese 7 Lücken kennen die meisten Hausbesitzer nicht

Die Standardpolice hat erhebliche Lücken, die im Kleingedruckten verborgen sind. Diese sieben sind besonders häufig – und besonders teuer.

1

Elementarschäden

Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch und Schneedruck sind in der Basisdeckung ausdrücklich ausgeschlossen. Laut GDV sind bundesweit nur 57 % der Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert.

⚠️ Schadenpotenzial: bis 100.000 €
2

Rückstau

Wenn das Kanalnetz überlastet ist und Wasser durch Abflüsse zurückdrückt, greift die Standardpolice oft nicht. Zusätzlich ist eine funktionierende Rückstauklappe Pflicht.

⚠️ Schadenpotenzial: bis 30.000 €
3

Ableitungsrohre außerhalb

Rohre, die außerhalb des Gebäudes, aber auf dem Grundstück verlaufen, sind in der Basisdeckung häufig nicht enthalten. Ein Rohrbruch im Garten kostet schnell 10.000 €.

⚠️ Schadenpotenzial: bis 15.000 €
4

Photovoltaikanlage

PV-Anlagen sind nur gegen Grundgefahren mitversichert. Ertragsausfall, Diebstahl einzelner Module und Überspannungsschäden sind typischerweise ausgeschlossen.

⚠️ Schadenpotenzial: bis 25.000 €
5

Grobe Fahrlässigkeit

Bei älteren Policen kann die Versicherung die Leistung bei grober Fahrlässigkeit kürzen – z. B. wenn die Heizung im Winter abgestellt wurde und ein Rohr einfriert.

⚠️ Schadenpotenzial: bis 50 % Kürzung
6

Glasbruch

Zerbrochene Fensterscheiben, Glasdächer und Wintergärten sind in der Standardpolice nicht enthalten. Ein Glasbruchbaustein kostet nur 50–200 € jährlich.

⚠️ Schadenpotenzial: bis 8.000 €
7

Leerstand & Umbau

Steht das Haus länger als 60 Tage leer oder finden Umbauarbeiten statt, kann der Versicherungsschutz eingeschränkt werden. Unbedingt den Versicherer informieren.

⚠️ Schadenpotenzial: Totalverlust möglich
📖

Ausführlicher Ratgeber

Alle 7 Lücken im Detail erklärt

Mit Praxisfällen, Checkliste und konkreten Handlungsempfehlungen.

Zum Ratgeber →

Leistungen

Diese Zusatzbausteine sollten Sie kennen

Eine gute Wohngebäudeversicherung geht weit über die vier Grundgefahren hinaus. Diese Bausteine schließen die häufigsten Lücken.

🌊

Elementarschutz

Hochwasser, Überschwemmung durch Starkregen, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck und Erdbeben. Der wichtigste Zusatzbaustein – besonders nach den Hochwasserereignissen 2021 und 2024.

💡 Kosten: 35–200 €/Jahr je nach ZÜRS-Risikoklasse. Unverzichtbar für alle Hausbesitzer.
🔄

Rückstauschütz

Schutz wenn das Kanalnetz überlastet ist und Wasser durch Abflüsse zurückdrückt. Oft nur versichert, wenn eine funktionierende Rückstauklappe vorhanden ist.

💡 Rückstauklappe einbauen lassen (500–1.500 €) – Pflichtvoraussetzung in vielen Tarifen.
🪟

Glasversicherung

Fensterscheiben, Glasdächer, Wintergärten, Glastüren und Solarkollektoren. Glasbruch durch Unfall oder Vandalismus ist in der Standardpolice nicht enthalten.

💡 Kosten: 50–200 €/Jahr. Besonders wichtig bei großen Fensterfronten und Wintergärten.
☀️

Photovoltaik-Schutz

Ertragsausfall durch technische Defekte, Diebstahl einzelner Module, Überspannungsschäden und Kurzschluss. PV-Anlagen brauchen einen eigenen Zusatzbaustein.

💡 Kosten: 80–150 €/Jahr bei 10 kWp. PV-Anlage unbedingt beim Versicherer anmelden.
🛠️

Ableitungsrohre außerhalb

Zu- und Ableitungsrohre auf dem Grundstück, aber außerhalb des Gebäudes. Ein Rohrbruch im Garten kostet 5.000–15.000 € für Erdarbeiten und Reparatur.

💡 Kosten: nur 20–40 €/Jahr. Steht im Abschnitt ‘Leitungswasser’ der Versicherungsbedingungen.
⚠️

Grobe Fahrlässigkeit

Moderne Policen verzichten auf Kürzungen bei grober Fahrlässigkeit. Bei älteren Verträgen kann die Versicherung die Leistung um bis zu 50 % kürzen.

💡 Prüfen Sie Ihren Vertrag: Ist der Einwand der groben Fahrlässigkeit ausgeschlossen?

Ratgeber

Versicherungswert & Unterversicherung

Unterversicherung ist das am häufigsten unterschätzte Risiko in der Wohngebäudeversicherung. Viele Hausbesitzer wissen nicht, dass ihr Vertrag im Schadensfall nur anteilig zahlt.

Was ist Unterversicherung?

Unterversicherung liegt vor, wenn die vereinbarte Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wiederbeschaffungswert des Gebäudes. Im Schadensfall zahlt die Versicherung dann nur anteilig – proportional zum Verhältnis von versicherter Summe zu tatsächlichem Wert.

⚠️ Rechenbeispiel Unterversicherung

Gebäudewert: 400.000 € – versichert: 280.000 € (70 %)
Schaden: 60.000 € – Erstattung: nur 42.000 € (70 %)
Selbstbeteiligung durch Unterversicherung: 18.000 €

Besonders gefährdet sind Verträge, die vor 2010 abgeschlossen wurden und seitdem nicht angepasst wurden. Die Baukosten sind seit 2015 um über 60 % gestiegen. Viele Policen laufen zwar mit einem gleitenden Neuwertindex mit – aber nicht alle, und nicht immer ausreichend.

Richtwerte für den Versicherungswert

Wohnflächenpreis (Neubau 2025)

Ausstattung€ / m²
Einfach1.500 – 1.800
Mittel1.800 – 2.400
Gehoben2.400 – 3.200
Luxus3.200 – 5.000+

💡 Unser Tipp

Lassen Sie Ihren Vertrag alle 3 Jahre prüfen – besonders nach Umbauten, Anbauten oder Sanierungen. Wir prüfen Ihren Schutz kostenlos.

Zielgruppen

Wer braucht eine Wohngebäudeversicherung?

🏠

Eigenheimbesitzer

Pflicht bei Finanzierung
  • Unverzichtbar für jeden Hausbesitzer
  • Bei Immobilienfinanzierung gesetzlich vorgeschrieben
  • Schützt den größten Vermögenswert
  • Elementarschutz dringend empfohlen
💡 Lassen Sie Ihren bestehenden Vertrag prüfen – viele ältere Policen sind unterversichert.
🏢

Vermieter

Mietausfall absichern
  • Gebäudeschutz wie beim Eigenheimbesitzer
  • Mietausfall-Zusatz bei Unbewohnbarkeit möglich
  • Schutz bei Vandalismus durch Mieter (Zusatzbaustein)
  • Mehrfamilienhäuser: Sondertarife verfügbar
💡 Mietausfall-Baustein: Zahlt die entgangene Miete, wenn das Gebäude nach einem Schaden unbewohnbar ist.
🏗️

Bauherren

Bauleistung + Rohbau
  • Bauleistungsversicherung für Neubau
  • Rohbauversicherung während der Bauphase
  • Schutz vor unvorhergesehenen Bauschäden
  • Übergang zur WGV nach Fertigstellung
💡 Viele Versicherer bieten Kombipakete: Bauleistung + spätere WGV aus einer Hand.

FAQ

Häufige Fragen zur Wohngebäudeversicherung

Was ist der Unterschied zwischen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst (Mauern, Dach, fest eingebaute Teile). Die Hausratversicherung schützt den beweglichen Inhalt (Möbel, Kleidung, Elektronik). Als Eigentümer brauchen Sie beide Versicherungen.

Ist die Wohngebäudeversicherung Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht – aber bei einer Immobilienfinanzierung verlangen alle Kreditinstitute den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung. Ohne sie erhalten Sie keinen Kredit. Praktisch ist sie damit für die meisten Hausbesitzer Pflicht.

Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?

Die Beiträge variieren stark je nach Gebäudewert, Wohnfläche, Baujahr, Lage und gewählten Bausteinen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (150 m², Baujahr 1990, Risikoklasse 1) liegen die Jahresbeiträge typischerweise zwischen 300 und 700 Euro. Stiftung Warentest hat Preisunterschiede von bis zu 85 % zwischen günstigstem und teuerstem Tarif gemessen.

Wann lohnt sich ein Wechsel der Wohngebäudeversicherung?

Ein Wechsel lohnt sich bei Beitragserhöhung (Sonderkündigungsrecht), nach einem Schadensfall, bei Kauf oder Umbau des Hauses sowie wenn Ihr Vertrag älter als 5 Jahre ist und nie überprüft wurde. Wir vergleichen für Sie kostenlos alle relevanten Anbieter.

Was passiert bei Unterversicherung?

Ist das Gebäude zu niedrig versichert, zahlt die Versicherung im Schadensfall nur anteilig. Beispiel: Gebäudewert 400.000 €, versichert 280.000 € (70 %) – bei einem Schaden von 60.000 € erhalten Sie nur 42.000 €. Die Differenz von 18.000 € tragen Sie selbst.

Muss ich Umbauten und Anbauten melden?

Ja, unbedingt. Umbauten, Anbauten, Sanierungen und neue Installationen (z. B. Photovoltaikanlage) erhöhen den Gebäudewert und müssen dem Versicherer gemeldet werden. Sonst riskieren Sie Unterversicherung oder sogar Leistungsverweigerung.

Ist Elementarschutz sinnvoll?

Ja – für nahezu alle Hausbesitzer. Starkregen kann überall auftreten, nicht nur in klassischen Hochwassergebieten. Laut GDV sind nur 57 % der deutschen Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert. Der Zusatzbaustein kostet je nach ZÜRS-Risikoklasse zwischen 35 und 200 Euro jährlich.

Noch Fragen? Wir beraten Sie persönlich – kostenlos und unverbindlich.